Space is the Place

INHALT & CREDITS

Kalifornien in den Siebzigern: Der Musik-Prophet Sun Ra träumt von einer besseren Zukunft für die unterdrückte Schwarze Bevölkerung der USA. Nachdem er einige Jahre durch Raum und Zeit gereist ist, kehrt Ra auf die Erde zurück. Seine heilsbringende Mission: Er will die Schwarze Community retten, aber nicht etwa mit politischen Brandreden, sondern allein durch die Kraft der Musik, dem einzig wahren intergalaktischen Medium. Mit einem Raumschiff soll eine Gruppe Auserwählter den Planeten Erde verlassen, die im Wahn von Rassismus und Repression dem baldigen Untergang geweiht ist. An einer Ausfallstraße in Oakland eröffnet Ra eine Agentur für Zeitarbeit, um Jüngerinnen und Jünger für sein Projekt zu rekrutieren. Doch die NASA kommt Ras Raumfahrtprogramm auf die Schliche und zu allem Übel muss Ra gegen den mysteriösen Overseer ein Kartenduell ausfechten, bei dem gleich die Zukunft der gesamten schwarzen Menschheit auf dem Spiel steht. Zwischendrin philosophiert Ra über die Welt und die Unmöglichkeit, dieser im pragmatischen Alltag entgegen zu treten. Eigentlich geht es Ra um seinen Jazz. Allein eine spirituelle Kunst ist die Rettung - kollektiv und auch ganz persönlich. Als Ra im Vorfeld eines ausverkauften Konzerts entführt wird, spitzen sich die irdischen Probleme weiter zu. Wird es Ra am Ende gelingen, mit seiner illustren Entourage die Erde rechtzeitig zu verlassen und eine neue Zivilisation der kosmischen Befreiung zu gründen?

USA 1974
81 Min.
Regie: John Coney

Darsteller: Sun Ra, Raymond Johnson, Christopher Brooks

ÜBER DEN FILM

Der avantgardistische Jazzkomponist und Jazzmusiker Sun Ra galt schon zu Lebzeiten als einer der umstrittensten Jazzmusiker. Er schrieb den Soundtrack zu dem Afrofuturismus-Science-Fiction Film SPACE IS THE PLACE und war auch am Drehbuch beteiligt.
Der Film ist aber nicht lediglich eine avantgardistisch-künstlerische Spielerei.
Er ist auch ein klarer Kommentar zur Situation der Afroamerikaner in den USA.

PRESSESTIMMEN

an politischer und ästhetischer Kraft hat der Film knapp 40 Jahre nach seinem Entstehen nichts eingebüßt."
Perlentaucher.de

Eine einzige Kopie der originalen 35mm-Fassung existiert noch. Die hat die Firma Rapid Eye Lab nun digital abgetastet und nachbearbeitet. Und weil der Film das einzige Dokument ist, das nicht nur Sun Ras Musik, sondern eben auch seine Mythenwelt überliefert, war das eine filmverleiherische Heldentat.““
Süddeutsche Zeitung

extravagante Mischung aus Esoterik, Politik und Free Jazz“
Spielfilm.de

„In Deutschland war der Film überhaupt noch nie im Kino zu sehen… So gleicht diese späte Ausgrabung selbst fast schon einem intergalaktischen Wunder.“
Filmdienst

BILDERGALERIE & DOWNLOADS

VERÖFFENTLICHUNGEN
Ab 06.07.2017 auf Kinotour
Ab 06.07.2017 auf Kinotour