Tears of the Black Tiger – Fah talai jone

INHALT & CREDITS
Die schöne Rumpoey (Stella Malucchi) steht im Regen und weint: Ihre Jugendliebe Dum (Chartchai Ngamsam) ist nicht gekommen, um mit ihr zu fliehen. Nun muss sie den Wunschkandidaten ihres Vaters, den ehrgeizigen Polizeioffizier Kumjorn (Arawat Ruangvuth), heiraten. Gleichzeitig erledigt Dum, in der Welt der Banditen besser bekannt als Revolverheld Black Tiger, stilsicher eine Bande von Verrätern. Rumpoeys und Dums Romanze ist hoffnungslos, denn sie leben in völlig unterschiedlichen Welten. Während Dum, ein einfacher Bauernjunge, nach der Rache an den Mördern seiner Familie zum gefürchteten Outlaw wird, entwickelt sich der verwöhnte Fratz Rumpoey zu einer feinen Dame. Bis zum tragischen Ausgang der Geschichte wird klar: Keine Frau leidet so stilvoll wie Rumpoey und niemandes Augen sind so samten wie Dums...

Thailand, 2000
Regie: Wisit Sasanatieng
Hauptdarsteller: Chartchai Ngamsan, Suwinit Panjamawat, Stella Malucci, Supakorn Kitsuwon, Arwat Ruanvuth, Sombat Metanee
Produktionsfirma: Aichi Arts Center

ÜBER DEN FILM

Nachdem das europäische Kinopublikum mittlerweile die asiatischen Kinokulturen Chinas, Hongkongs, Japans und zuletzt Koreas für sich entdeckt hat, gilt Thailand noch immer als terra incognita in der Filmwelt. Erst 2001 konnte Tears of the Black Tiger als erster offizieller Beitrag Thailands beim Filmfestival in Cannes diesen weißen Fleck auf der Karte der Filmwelt füllen und verschaffte dem thailändischen Kino einen fulminanten Einstand: Der Film vollbrachte das Husarenstück, mit einer sentimentalen Geschichte und einem übermaß an Technicolor die Kritiker für sich einzunehmen und gleichzeitig mit einem postmodernen “Zitatenpop unter Palmen“ (Die Zeit) das Publikum zu begeistern. Wisit Sasanatieng, Filmenthusiast und der erfolgreichste Drehbuchautor seines Landes, präsentiert in seinem Debütfilm schmachtende Diven und zuckersüße Songs des Thaikinos der 1950er neben breitbeinigen Cowboys, die schneller ziehen als ihr bunt ausgeleuchteter Schatten, und blutspritzender Pekinpah-Gewalt. Tears of the Black Tiger fasziniert mit einer augenzwinkernden Mischung von vertrauten und unbekannten Konventionen und dennoch ist nichts von der Kälte postmoderner Zitatwelten in diesem Film zu spüren. Im Gegenteil, eine herzzerreißende Dramatik lässt Rumpoey und Dum bis zum Ende leiden.

PRESSESTIMMEN

„Ein bonbonfarbener Western."
The New York Times

BILDERGALERIE & DOWNLOADS

VERÖFFENTLICHUNGEN
DVD
DVD

Digipack im Schuber
1 Disc(s), 97 Min., PAL, ab 16
Untertitel: Deutsch (optional)
Bildformat: 1,85:1 (16:9)
Extras: Deleted Scenes, Making-of, Kinotrailer, Poster & Postkarten
Erscheinungstermin: 10.02.2006